Wie alles began … –

Erste Schritte

Der Anfang von Casa Stüssi war in Braunwald. Genauer gesagt, im Märchenhotel.

Nachdem ich bei der «Gelato University Stuttgart» das Glacehandwerk kennengelernt habe, war mein Chef derart überzeugt, dass er in Zukunft selbstgemachtes Glace im Hotel anbieten möchte.

Ich sass oft mit Nadja und Patric Vogel zusammen, um alles zu besprechen. Sie halfen mir, die Maschinen zu finanzieren und den ersten grossen Schritt in die Zukunft zu bewältigen.

Danach ging es steil aufwärts. Mehrmals am Tag stürmten Hotelgäste, aber auch externe Gäste zu mir an die Rezeption und sprachen hohes Lob aus. Ich erhielt Anfragen für Privatlieferungen. Die ersten suchten bereits einen Onlineshop und meine dazugehörige Website, die es dazumals noch gar nicht gab. Ich erhielt Anfragen für Street-Food-Festivals. Ich war einfach nur überwältigt.

Bis anhin war es nur ein Hobby von mir. Da die Kunden aber regelrecht «ausflippen», wollte ich offiziell ein Geschäft eröffnen.

Nach langem Planen habe ich ein Jahr später, am 9. März 2020, Casa Stüssi gegründet. Ich biete Glace für Privatpersonen und Geschäftspersonen an. Ich habe mir eine mobile Glacetheke gekauft, mit der ich bei Events Glace verkaufen kann. Ebenfalls kann ich bei schönem Wetter die Theke an beliebte Orte fahren und somit die Passanten vor Ort mit Glace befreudigen.

So sahen die Casa Stüssi Glacebecher ganz am Anfang aus.

Doch dann – …

Doch dann – ….

Doch bereits 2 Wochen nach Eröffnung, musste ich die Produktion wieder still legen. Es war der grosse Auftritt der Corona – Pandemie (Covid-19). Doch während dieser Zeit konnte ich bereits erste Verträge mit Geschäftskunden abschliessen und auch die Warteliste für Privatlieferungen wuchs an.

Im Mai 2020 durfte ich den Betrieb wieder aufnehmen. Und es hatte es in sich:

Ich übte das Glacegeschäft nebenberuflich. An jedem freien Tag seitens Märchenhotel, arbeitete ich an Casa Stüssi. Es gab Zeiten, da war ich von morgens um 5 Uhr bis abends 22 Uhr in der Küche, am nächsten Tag genau so lange am Glace ausliefern. Dann wieder zurück ins Märchenhotel und das gleiche geht wieder von vorne los. Schnell merkten das Märchenhotel und ich, dass es so nicht weitergehen kann. Ich senkte das Pensum während der Sommersaison auf 80% im Märchenhotel. Somit konnte ich einen Tag für mich als Auszeit nehmen.

Es war ein grossartiger Sommer. Ich konnte einige Investitionen tätigen, viele neue Kunden begrüssen und schon einige wichtige Kontakte knüpfen. Doch nun stellt sich die Frage, wie es nächsten Sommer aussieht. Die Planung im Winter steht an:

Man könnte denken, dass ein Gelatiere im Winter frei hat. Das dachte ich auch. Doch schnell liess ich mich des Besseren belehren. Es gab einiges zu erledigen:

Ein Lokal birgt Hindernisse

Ich war ständig auf der Suche nach einem geeignetem Lokal. Leider wurde ich nicht fündig und aufgrund der Corona-Pandemie musste ich kreativ werden. Ich entschied mich für einen Glace-Foodtruck. Mobil und coronasicher, da es als Take-Away gilt. Dies war die wichtigste Entscheidung, und ich bereue diese nicht. Ein teurer Spass, aber es wird sich lohnen.

Zubehör

Das wichtigste Verbrauchsmaterial für mein Geschäft waren wohl die Glacebecher. Diese wollte ich bedrucken lassen, dass es optisch einen sehr guten Eindruck hinterlässt. Doch schnell merkte ich, dass ich das nicht gut kann. Ein Grafiker musste her.
Dieser Grafiker hat mir sämtliche Arbeiten abgenommen, die gestalterisch einwandfrei sein sollten: Visitenkarten, Glacebecher, Briefpapier, und natürlich die Folierung und Gestaltung des Glacemobils.

Organisation

Ein Foodtruck ohne Standorte macht keinen Sinn. Ich musste schnell einige Standorte für mich sichern. Dies stellt sich schwieriger heraus, da man über die vielen Anträgen, Bewilligungen, Gesetzen und Grundstückabfragen schnell den Überblick verlieren kann. Zudem müssen sämtliche Anmeldungen bei den Behörden erfolgen – in Rekordzeit!

Hauptberuflich oder Nebenberuflich?

Hauptberuflich – ja oder nein?

Ich musste die Entscheidung fällen, welche mir alles andere als leicht viel: Ab April übe ich Casa Stüssi hauptberuflich aus. Ich kann mich voll und Ganz auf mein eigenes Geschäft konzentrieren und mich weiterentwicklen.

Zügeln zügeln zügeln 🙂

Die gesamte Produktionsküche muss nun von Braunwald nach Glarus gezügelt werden. Die Maschinen gehen in Revision nach Zürich. Es entsteht ein Betriebsunterbruch, in dem noch vieles zu organisieren ist und die ersten Probleme liessen nicht lange auf sich warten.

Lieferdienst und Glacemobil

Die Produktionsküche ist ab Mitte Mai wieder funktionsfähig. Ab dann besteht wieder der beliebte Onlineshop. Bestelle frisches Glace und wir liefern es dir direkt vor die Haustüre!
Ab Juli 2021 ist unser Glacemobil unterwegs und wir erfrischen dich an vielen Orten mit Gelato – Frappé – Coupe und Getränken!

Wie du siehst, war es ein turbulenter, aber gleichzeitig lang gezogener Start. Obwohl viele Situationen besser hätte sein können, bin ich sehr zufrieden und freue mich, ab nun selbstständig unterwegs zu sein.

Bis zum nächsten Post mit eiskalten Grüssen

Marco

Glacemobil

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